Refinanzierung durch den Bauchladen

Um einen Junggesellen- bzw. Jungesellinnenabschied zu feiern, braucht es neben einer gut geeigneten Location (Kneipe, lockeres Restaurant, Bar oder ähnliches) natürlich auch Geld, um den Abend und vor allem die Getränke zu finanzieren. Und selbstverständlich muss der/die Heiratswütige mitarbeiten, damit nicht sämtliche Kosten an den Feiernden hängen bleiben. Also bastelt man für die Braut/den Bräutigam eine Art Bauchladen.



Es muss kein Original sein, sondern kann sich genauso gut um ein altes Tablett, einen stabilen Deckel eines Pappkartons oder ähnliches handeln. Natürlich sollte man eine Unterlage wählen, die man dann nicht für den Rest des Abends mit sich herum schleppen muss, weil sie zu wertvoll ist, um sie wegzuschmeißen.

Auf die Ablagefläche dieses "Bauchladens" legt man nun unzählige Dinge, die wirklich kein Mensch braucht: Zum Beispiel ein ausgepacktes (bitte kein benutztes!) Kondom, eine halb gerauchte (und erloschene) Zigarette, ein in durchsichtige Küchenfolie eingerolltes und gekautes Kaugummi, eine angebrochene Zigarre, eine Socke in die ein Loch geschnitten wurde, einen Kronkorken etc. etc. etc. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Nun wird die Braut/der Bräutigam, entweder im Restaurant etc. oder, sofern die Party in Privaträumen stattfindet, mit dem Bauchladen auf die Straße losgeschickt, um restlos alles für Höchstpreise zu verkaufen. Es darf kein Gegenstand übrig bleiben. Der Bräutigam bzw. die Braut muss auf jeden Fall sämtliche Gegenstände loswerden. Dafür ist jedes Mittel recht. Zum Beispiel kann ein Kuss zur "Ware" angeboten werden oder einmal kostenloses Schuheputzen, der nächste Tanz oder eine heiße Umarmung. Egal was, es müssen nur alle Gegenstände verkauft werden. Der komplette Erlös geht dann natürlich an den "Kassenwart" des Abends, damit er die Getränkerechnung (oder zumindest einen Teil davon) bezahlen kann. Es soll allerdings auch schon vorgekommen sein, dass an diesem Abend - je nach Geschick des Verkäufers - ein so hoher Erlös erzielt wurde, dass es sogar für eine zweite Party gereicht hat. Das ist allerdings, je nach Auswahl der Verkaufs-Gegenstände, eher selten.

Eine Aufgabe für den Junggesellenabschied, die wirklich jeder lösen kann.

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